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Armonk, NY, USA, 12. April 2007IBM (NYSE: IBM) hat
eine neue Chip-Stapeltechnik vorgestellt, die den Weg hin zu künftigen
dreidimensionalen Chips öffnen kann. Dies könnte Moore's
Law auch jenseits der heute bekannten Grenzen vorantreiben. Die
neue Technologie, genannt "through-silicon vias" (i.e.
"Verbindungswege durch das Silizium") ermöglicht
es, verschiedene Chipkomponenten sehr viel enger zu paketieren,
um schnellere, kleinere und stromsparendere Systeme zu erhalten.
Der IBM Entwicklungsdurchbruch ermöglicht den Schritt von
bisherigen horizontalen 2-D-Chiplayouts hin zu einem 3-D-Chipstacking,
das Chips und Speicher, die traditionellerweise nebeneinander auf
einem Siliziumwafer sitzen, übereinander packt. Das Ergebnis
ist ein kompaktes "Sandwich" der Komponenten, das die
Größe des gesamten Chip-Packages dramatisch reduzieren
und die Geschwindigkeit, mit denen die Daten auf dem Chip fließen,
deutlich erhöhen könnte.
"Dieser Durchbruch ist ein Ergebnis aus mehr als einem Jahrzehnt
Pionierarbeit bei IBM", sagt Lisa Vu, Vice President, Semiconductor
Research und Development Center, IBM. "Dies ermöglicht
uns, 3-D-Chips vom Laborstadium in die Fabrikaktion für eine
ganze Reihe von Anwendungen zu bringen."
Die neue Methode eliminiert die Notwendigkeit für lange Metalldrähte,
die die heutigen 2-D-Chips miteinander verbinden. Sie setzt auf
Verbindungswege quer durch das Silizium hindurch, das entspricht
vertikalen Verbindungen, die durch den Wafer durchgebracht und mit
Metall gefüllt werden. Diese Verbindungen ermöglichen
das Stacking mehrerer Chips übereinander, womit auch eine höhere
Informationsmenge zwischen den Chips schneller ausgetauscht werden
könnte.
Die neue Technik verkürzt die Distanz, die Informationen auf
einem Chip zurücklegen müssen, um das bis zu Eintausendfache,
und ermöglicht die Hinzufügung von bis zu einhundertmal
mehr Kanälen oder Pfaden für den Informationsfluß
im Vergleich zu 2-D-Chips.
IBM testet bereits Chips, die die Through-Silicon-Via-Technologie
nützen, in eigenen Fertigungslinien und plant, Musterchips
Kunden in der zweiten Hälfte des Jahres 2007 verfügbar
zu machen. Ein Produktionsbeginn ist für 2008 vorgesehen. Die
erste Anwendung der neuen Technologie wird bei Wireless-Kommunikationschips
liegen, die ihren Einsatz in Verstärkern für Wireless-LAN-
und Mobilfunkanwendungen finden. Die 3-D-Technologie wird darüber
hinaus auch voraussichtlich auf ein breites Spektrum von anderen
Chips angewendet werden, inklusive der, die in heutigen Hochleistungsservern
und Supercomputern zum Einsatz kommen: Insbesondere plant IBM, die
neue Through-Silicon-Via-Technik neben den Wireless-Kommunikationschips
auch bei Power-Prozessoren, Blue-Gene-Supercomputer-Chips und bei
hochbandbreitigen Speicherlösungen einzusetzen.
Weitere Informationen in der original US-Presseinformation anbei.
Hi-Res-Foto
und Bildinformationen.
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