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Zürich, Schweiz, 5. Juni 2008Wissenschaftler
aus dem IBM (NYSE: IBM) Forschungslabor Zürich haben
in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit
und Mikrointegration (IZM) in Berlin erste Prototypen einer
neuartigen und leistungsfähigen Wasserkühlmethode
für gestapelte Chips vorgestellt. Der Durchbruch der
IBM Forscher eröffnet neue Perspektiven für die
Entwicklung von 3D-Chips.
Mit ihrer Kühltechnologie können die Forscher Wasser
in haarfeinen Strukturen (von ca. 50 Mikrometern) direkt zwischen
den einzelnen Prozessorebenen in einem 3D-Chip durchleiten
und so den ganzen Chip effizient kühlen.
Die dreidimensionale Integration von Computerchips ist einer
der vielversprechendsten Ansätze, um auch künftig
noch Leistungssteigerungen gemäss dem Mooreschen Gesetz
zu erzielen. 3D-Chip-Architekturen reduzieren nicht nur die
Grundfläche des Chips, sondern verkürzen die Datenverbindungen
und erhöhen die Bandbreite für die Datenübertragung
im Chip um ein Vielfaches.
Die Entwicklung dreidimensionaler Chip-Layouts wird jedoch
massiv eingeschränkt durch die Leistungsgrenzen herkömmlicher
Kühler. Komplexere Designs, bei denen Prozessoren in hauchdünnen
Lagen aufeinander gestapelt würden, erreichten eine Leistungsdichte,
die selbst die von Plasma- oder Atomreaktoren überträfe.
IBM Forscher haben nun erstmals eine Kühlmethode demonstriert,
die die erforderliche Leistung für solche Architekturen
aufbringt. Mit der direkten Integration einer Wasserkühlung
in den 3D-Chip haben die Forscher eine effiziente und mit den
Chipebenen skalierbare Kühltechnologie präsentiert.
Der Prototyp erreicht eine Leistung von 180 Watt/cm2 pro Ebene
— und könnte so selbst gestapelte Prozessoren ausreichend
kühlen.
Bei der Realisierung des Prototypen haben die Forscher mehrere
technische Hürden genommen und ein System entwickelt das
sowohl den Wasserfluss durch die extrem dünnen Ebenen
optimiert als auch die Elektronik gegen das Wasser isoliert.
Eine besondere Schwierigkeit stellten hierbei die zigtausenden
elektronischen Datenverbindungen dar, mit denen der 3D-Chip "gespickt" ist.
Die Komplexität dieses Systems ist vergleichbar mit der
des menschlichen Gehirns, das einerseits durchzogen ist von
Millionen Nervensträngen für die Signalverarbeitung
und andererseits mit zehntausenden Blutkapillaren für
den Nährstoff- und Wärmetransport — ohne dass sie
sich gegenseitig stören.
Bildmaterial und weitere Informationen finden Sie hier.
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