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IBM Research
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ETH Zürich und IBM entwickeln Simulationsverfahren - Früherkennung
von Osteoporose verbessern
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Venedig, Italien, und Zürich, Schweiz, 2. Juli 2008 — Forscher der ETH Zürich und des IBM Forschungslabors in Rüschlikon haben mit Hilfe eines Blue-Gene-Supercomputers® von IBM die bisher umfassendste Simulation von menschlichen Knochenstrukturen durchgeführt. Die Simulation ist wichtig für die Entwicklung von besseren medizinischen Geräten zur Früherkennung und Behandlung von Osteoporose.1 Osteoporose ist die häufigste Knochenkrankheit. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO sind rund 75 Millionen Menschen allein in den USA, Europa und Japan von Osteoporose betroffen. Sie wird heute durch die Messung von Knochendichte und -masse mithilfe spezieller Röntgen- oder Computertomografieverfahren diagnostiziert. Studien haben gezeigt, dass diese Verfahren nur bedingt Aufschluss über die tatsächliche Stärke bzw. Schwäche der Knochen geben. Grund hierfür ist deren Aufbau. Knochen sind keine massiven Festkörper. Im Inneren der Knochenwand befindet sich eine schwammartige Struktur. Diese komplexe Mikrostruktur ist hauptsächlich für die Belastbarkeit des Knochens verantwortlich und stellt daher einen präziseren Indikator für die Knochenstärke dar. Damit man das Forschreiten von Osteoporose so gut wie möglich vorzubeugen kann, ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend. Forscher der ETH Zürich und von IBM haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem die Knochendichte gemessen und gleichzeitig die Belastbarkeit der Mikrostrukturen simuliert wird. Im Ergebnis erhalten die Forscher eine genaue Abbildung der Knochenstärke in Abhängigkeit der Belastung. So lässt sich erkennen, an welcher Stelle und mit welcher Belastung der Knochen mit hoher Wahrscheinlichkeit bricht. Hilfe für Ärzte Für die Simulationen haben die Forscher ein 8-Rack-System eines IBM Blue Gene/L Supercomputers genutzt. Durch dessen Leistungsfähigkeit und hohe Skalierbarkeit konnten die Berechnungen für eine 5 x 5 x 5 mm grosse Knochenprobe in nur 20 Minuten durchgeführt werden. Dabei wurden 90 Gigabyte an Daten generiert. „In 10 Jahren wird die Leistungsfähigkeit heutiger Supercomputer auf einem Standard-PC verfügbar sein. Dann könnten solche Simulationen zur Routine bei Osteoporose-Untersuchungen gehören und etwa einhergehend mit Computertomografien erstellt werden“, prognostiziert Dr. Alessandro Curioni, Leiter des Bereichs Computational Sciences am IBM Labor. Schnelle Simulationen für komplexe Systeme Professor Peter Arbenz, Leiter des Instituts für Computational Sciences an der ETH Zürich, betont zudem die wachsende Bedeutung von hochentwickelten numerischen Modellen für die schnelle Lösung bei immer komplexeren Systemen. Hierbei stellt die vorliegende Arbeit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Anwendung von solchen Simulationen in der Praxis dar. „Wir befinden uns am Anfang einer vielversprechenden Reise und müssen diese Forschung weiterverfolgen, um das Ziel — der erfolgreiche Einsatz solcher Technologien in der Medizin — zu erreichen“, so Arbenz. In der nächsten Projektphase geht es für die Forschenden von ETH Zürich und IBM darum, das Verfahren zu erweitern und so die tatsächliche Entstehung von Frakturen in individuellen Fällen simulieren zu können — ein weiterer Schritt in der Entwicklung von zuverlässigen und präzisen Methoden zur Früherkennung von Osteoporose in der Praxis. Originalbeitrag Osteoporose ETH Zürich IBM-Forschungslabor Zürich (ZRL) 1 Siehe aucho: International Osteoporosis Foundation. 2 Prevention and Management of Osteoporosis, WHO Technical Report Series, No. 921. IBM and Bluegene are trademarks or registered trademarks of International Business Machines Corporation in the United States, other countries, or both. |
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