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Das Schweizer Team für die Internationale Informatikolympiade 2003 steht fest

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Zurich, Switzerland, June 2003—Nach Abschluss der 8. Schweizer Informatikolympiade für Jugendliche steht fest, wer die Schweiz bei der 15. Internationalen Informatikolympiade in den USA vertreten wird. Dies sind Jonas Wagner aus Boll bei Bern, Simon Felix aus Klingnau (AG), Anthony Bagwell aus Dully (VD) sowie Nicolas Cepeda aus Zürich-Altstetten.

Fünf Stunden kämpften 23 junge Programmiertalente am 24. Juni in der Endausscheidung der 8. Schweizer Informatikolympiade um einen Platz im Vierer-Team, das die Schweiz bei der Internationalen Informatikolympiade 2003 in Wisconsin, USA, vertreten wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren siegreich aus einer ersten Ausscheidung im April hervorgegangen. Sie massen sich nun in Räumen der IBM IT Training Services in Zürich-Altstetten in einer zweiten Runde in der Lösung von vier Aufgaben, die teils einen mathematischen, teils einen praktischen Hintergrund hatten.

Die Bekanntgabe der Resultate erfolgte am Abend im Rahmen eines kleinen Besuchsprogrammes im IBM Forschungslabor Zürich in Rüschlikon. Für die jungen Computer-Begeisterten gab es auch dieses Jahr zahlreiche attraktive Preise, darunter eine Webcam, einen MP3 Player und diverse PC Spiele und Software, zu gewinnen. Überreicht wurden die Auszeichnungen von Ann Dünki von der Schweizer Informatikergesellschaft, Fachgruppe "Donna Informatica" zur Förderung von Frauen in der Informatik.

Informatikolympiade

1996 wurde die Schweizer Informatikolympiade (SOI—Swiss Olympiad in Informatics) ins Leben gerufen und seither jedes Jahr unter Schweizer Jugendlichen ausgetragen. Sie wird u.a. unterstützt vom Bundesamt für Bildung und Wissenschaft, vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie, von der Schweizer Informatikergesellschaft, von der ETH Zürich sowie von Sponsoren aus der Wirtschaft.

Die Internationale Informatikolympiade wurde 1989 von der UNESCO gegründet. An der ersten Austragung in Bulgarien beteiligten sich 13 Länder. Im folgenden Jahr waren es bereits 25 Länder und zwei Jahre später 51. Der letztjährige Wettbewerb in Südkorea war ein Grossanlass mit 277 Teilnehmern aus 77 Ländern.

In den vergangenen Jahren konnte das Schweizer Team regelmässig Medaillen bei der Internationalen Informatikolympiade gewinnen.

Wissenschaftsolympiaden

Neben der Informatikolympiade gibt es fünf weitere Wissenschaftsolympiaden in den Sparten Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Astronomie. Das Ziel aller Olympiaden ist die Herausforderung und Ermutigung begabter Schülerinnen und Schüler sowie das Anregen internationaler Beziehungen zwischen Jugendlichen.

Seit 1987 beteiligt sich die Schweiz an Internationalen Olympiaden und ist nunmehr bei fast allen Wettbewerben vertreten. Bei der Astronomie, der jüngsten Olympiaden-Disziplin, war die Schweiz im Jahr 2000 erstmals mit einem Beobachter präsent.

Aufgaben der Informatik-Endausscheidung

» Nummerland: In Nummerland sind überall Zahlen angebracht, sogar auf den Bodenplatten. Die Zahlen sind so angeordnet, dass je zwei benachbarte Zahlen sich zur Zahl darüber aufsummieren. Einige dieser Zahlen fehlen und sollen durch ein Computerprogramm rekonstruiert werden. Wie kann dies möglichst schnell erreicht werden?

» Punktrekonstruktion: Bei dieser Geometrie-Aufgabe sollen einige Punkte auf einer Linie rekonstruiert werden. Dabei sind nur alle paarweisen Abstände zwischen je zwei Punkten bekannt. Ist es möglich, eine geeignete Punktmenge zu finden?

» Entschlüsselung: Eine sehr bekannte Verschlüsselungsmethode ist die Buchstabensubstitution, bei der jeder Buchstaben in einem Text durch einen anderen Buchstaben ersetzt wird, also z.B. jedes x durch ein k, jedes y durch ein b usw. Ohne die Zuordnung der Buchstaben bei der Verschlüsselung zu kennen, soll ein Computerprogramm eine verschlüsselte Nachricht wieder entschlüsseln. Geht das wirklich?

» Autorennen: Das Spiel "Autorennen" ist unter Jugendlichen sehr beliebt. Auf einem Blatt Papier wird eine Rennstrecke gemalt, und dann gilt es, mit seinem Rennwagen das Ziel so schnell wie möglich zu erreichen. Jeder Zug hat eine Richtung und eine Zugweite, und jeder Zug ergibt sich direkt aus dem vorhergehenden durch eine kleine Änderung von Weite und Richtung. Wie lange braucht der beste Fahrer, die beste Fahrerin, um das Ziel zu erreichen?

Ergebnisse der Endausscheidung

Alle Ergebnisse der Endausscheidung, Aufgaben, Bilder und weitere Informationen zur Informatikolympiade sind auf der SOI-Website zu finden.

Robert Konsbruck's essay
Oliver Massutti's essay
Michael Gutmann's essay

Press contact

Nicole Strachowski
Media Relations
IBM Research - Zurich
Tel +41 44 724 84 45

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