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IBM und Maersk Logistics entwickeln integrierte Lösung für sicheren Container- und Gütertransport

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Stuttgart, Zürich, 4. Oktober 2005 — Mit einer vollkommen neuen Kombination von zwei Schlüsseltechnologien werden IBM und die Maersk Logistics der A.P. Moller-Maersk Gruppe die Überwachung von weltweiten Lieferketten wesentlich verbessern. Ein intelligentes Echtzeit-Überwachungsgerät (TREC) in Kombination mit einem voll integrierten Netzwerk machen es möglich, den Weg von Containern sehr viel genauer zu verfolgen und die Sicherheit von Gütertransporten wesentlich zu erhöhen. Die Kombination kann von Herstellern, Händlern, Logistik- und Transport-Unternehmen sowie Regierungen gleichermaßen genutzt werden, um Frachtinformationen in Echtzeit auszutauschen und den Transport damit jederzeit im Auge zu behalten.

Die Lösung mit dem Namen "Intelligent Trade Lane" wurde von beiden Partnern, IBM und Maersk Logistics, gemeinsam entwickelt und arbeitet mit Hardware- und Software-Technologie von IBM. Für die Entwicklung haben IBM und Maersk Logistics interne Teams aus Beratern und Ingenieuren sowie technische Experten und Spezialisten für Zoll- und Hafenverwaltung, für Grenzkontrollen und Supply Chain Management zusammengebracht, die das Konzept gemeinsam erarbeitet haben. Maersk Logistics hat sein Know-how über globale Lieferketten eingebracht. Mit dem Konzept ist es den beiden Organisationen nun erstmalig gelungen, zwei neue Schlüsseltechnologien zu verbinden:

  • Intelligente Echtzeit-Überwachungsgeräte, TREC genannt (Tamper-Resistant Embedded Controllers), die an Frachtcontainern angebracht sind und auch bei widrigen Umgebungs- und Umweltbedingungen funktionsfähig bleiben. Anders als passive Sensoren, die nur Daten sammeln, verfügen die mit Funk ausgerüsteten TREC-Geräte über leistungsfähige Prozessoren, so dass sie Daten in Echtzeit empfangen und übermitteln können. Die Geräte, die am IBM Forschungszentrum Zürich entwickelt werden, sammeln automatisch Informationen über jeden einzelnen Container, einschliesslich des per GPS ermittelten Standorts und weiteren Parametern wie Temperatur und Feuchtigkeit. Sogar das unautorisierte Öffnen eines Containers wird sofort übermittelt.
  • Ein voll integriertes Netzwerk, das die Daten der TREC-Geräte mit einem nicht proprietären Sensoren-Netzwerk verbindet. Die Parteien in der Supply Chain sind miteinander verbunden und können so effizient Daten austauschen. Dies ersetzt manuelle Prozesse und ermöglicht eine Prozessintegration der beteiligten Akteure: Die gesammelten Informationen können mit dezentralisierten Datenbanken verbunden werden, in denen jeder Teilnehmer über seine eigenen Inhalte verfügt. Eine serviceorientierte Infrastruktur erlaubt den Anwendern darüber hinaus, Informationen sofort weiterzuleiten und auszutauschen.
    Diese Lösung wird den Akteuren in internationalen Supply Chains den direkten Zugang zu transportbezogenen Daten in Echtzeit ermöglichen. Sie unterstützt außerdem das Regelwerk "Framework of Standards to Secure and Facilitate Global Trade" der Weltzoll-Organisation (WCO).

"Unser Ziel ist es, für eine bessere globale Integration der Geschäftsprozesse zu sorgen und gleichzeitig die Sicherheit der bewegten Güter zu erhöhen", sagt Stefan Reidy, verantwortlich für die Entwicklung von "Intelligent Trade Lane" bei IBM Business Consulting Services. "Diese Lösung ist Teil einer übergeordneten Initiative von IBM, mit der wir einen sicheren und effizienteren Verkehr von Waren-, Personen- und Geldströmen im nationalen sowie internationalen Umfeld gewährleisten wollen."

"Für unsere Kunden sind Sicherheit und die Optimierung der Supply Chain heute Schlüsselbereiche", sagt Henrik Ramskov, Managing Director bei Maersk Logistics. "Die Möglichkeiten der TREC-Geräte und des Netzwerks eliminieren die Zeitverzögerungen, die bislang bei der Ermittlung des aktuellen Containerstatus auftraten, und erlauben eine Überwachung in Echtzeit. Das schafft neue Möglichkeiten für eine hochgradig flexible Planung, beschleunigt die Entscheidungsprozesse und stellt zugleich eine hohe Datenqualität sicher.

"Die Speditionslogistik weist heute eine zum Teil enorme Komplexität auf, mit terminierten Abläufen, einem hohen administrativen Aufwand und gewissen Einschränkungen im Hinblick auf die Sicherheit", sagt James Rice, Direktor des "Integrated Supply Chain Management Program" am Massachusetts Institute of Technology. "Wenn es uns gelingt, eine Umgebung zu schaffen, die allen Beteiligten in einer Supply Chain Echtzeit-Überwachung erlaubt und zugleich die Branchenstandards berücksichtigt, wird diese hohe Komplexität reduziert. Die Initiative von IBM und Maersk ist deshalb ein viel versprechender Schritt hin zu einer wahrhaft zuverlässigen und sicheren grenzüberschreitenden Supply Chain."

Zu IBM

Die "Intelligent Trade Lane" von IBM verbessert die Qualität von Dienstleistungen für die Hochseeschifffahrt und erhöht die Sicherheit des Transports von Gütern und Waren. Sie ist das erste Produktangebot, das aus der "Global Movement Management"-Initiative von IBM hervorgeht, mit der erfolgskritische Geschäftsprozesse für eine effiziente und sichere Bewegung von Personen, Waren und Verkehrsmitteln im nationalen wie internationalen Verkehr optimiert werden sollen. Durch den Einsatz von integrierten Prozessen und innovativen Technologien sowie der Zusammenarbeit mit einer breiten Palette von Unternehmen und Regierungsorganisationen rund um den Globus möchte IBM Branchenlösungen entwickeln, die Informationsflüsse, Handelsabläufe und die Reiseorganisation erleichtern.

Zu Maersk Logistics

Maersk Logistics ist führend im internationalen Logistik-Markt und stellt maßgeschneiderte Lösungen für das integrierte Management der Supply Chain, Warehousing und Distribution, Zoll-Brokerage, Luftfracht sowie NVOCC-Dienste durch das Tochterunternehmen DSL Star Express zur Verfügung. Maersk Logistics entwickelt fortlaufend neue, auf die individuellen Kundenbedürfnisse zugeschnittene Informationslösungen, die dabei helfen, Waren zu überwachen (Tracking) und im Detail zu analysieren, wie jedes einzelne Glied der Supply Chain optimiert werden kann. Die Firma gehört zur A.P. Moller-Maersk Gruppe, die in über 125 Ländern mehr als 100'000 Mitarbeitende beschäftigt. Neben Spedition und Logistik ist die A.P. Moller-Maersk Gruppe an der Erschliessung und Produktion von Erdöl- und Gasvorkommen ebenso beteiligt wie am Schiffsbau, an Supermärkten und IT-Dienstleistern sowie anderen Industrien.

Mehr über Maersk Logistics erfahren Sie unter www.maersklogistics.com.

Über IBM Business Consulting Services

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